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Aktionstag in der Dortmunder Innenstadt

Wie sieht es aus, wenn Tausende junger Menschen mit Fahnen und Sprechchören „Hoch die Internationale Solidarität“ trotz Regens durch die Innenstadt laufen? Die DortmunderInnen konnten heute sehen, dass es großartig aussieht. Unser Demozug zum Aktionstag war bunt und laut.

Auf dem Friedensplatz erwarteten uns dann eine Bühne und ein Festplatz mit vielfältigen Ständen und Aktivitäten. Das Nazizwerge-Kegeln war natürlich auch dabei und stieß auf große Begeisterung. Diskussionen mit Jusos, Falken und Andrea Nahles gab es beim Aktionstag genauso wie Musik von „Die Versenker“, „Alfons MC“, „Bakkushan“, „DJ Firestarter“ und „Die Orsons“. Bei letzteren gab es viele Kontroversen. Insgesamt haben wir aber alle mit Musik und viel Sonne gemeinsam mit vielen DortmunderInnen unser Straßenfest gefeiert und genossen.

Wir Jusos hatten eine besondere Aktion: Unser Juso-Wahlkampfbus wurde live vor Ort von Graffiti-Künstlern besprüht. Einen kleinen Eindruck von Vorher und Nachher habt ihr mit diesen Fotos.

Der Aktionstag war eine gute Möglichkeit, auch in der Dortmunder Innenstadt präsent zu sein und für uns Jusos ein klasse Start des Wahlkampfbusses und des ersten Wahlkampfmaterials.

 
 

WYF - Fünf Finger bilden eine Faust!

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Beitrag von Claus-Georg Nolte

Jetzt ist es vorbei, das lang hergesehnte Workers Youth Festival. Die Erwartungen des vorangegangenen Hypes wurden fast alle erfüllt: Internationaler Austausch, neue Kontakte und Wiedersehen mit guten Freund*innen aus aller Welt, politische Diskussion, gemeinsame Visionen und natürlich der mehrsprachige Singen der Internationalen mit Gänsehautgarantie! Selbst das befürchtete schlechte Wetter fand sich am letzten Tag noch ein.

Was mir vor allem in Erinnerung bleibt ist der Bericht der Genossen aus Kenia. Ein Ruf nach Internationaler Solidarität zur Bewältigung der Flüchtlingsströme aus Somalia, die unsere kenianischen Freund*innen nicht alleine versorgen können. Eine Situation, die ähnlich auch auf unsere europäischen Nachbarn aus Griechenland zutrifft, wo aus der Überforderung im Umgang mit Flüchtlingen in Krisenzeiten ein bedenklicher Zustrom für rechte Parteien erwächst. In beiden Fällen ist schnelle und unbürokratische Hilfe gefragt, wir müssen uns dafür einsetzen, dass die Menschen auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung, Elend und Hunger nicht selbiges in Flüchtlingscamps wieder erleiden. Die wohlhabenden Staaten, allen voran Deutschland, sind in der Pflicht diese Menschen anzunehmen und ihnen ein würdiges Leben zu ermöglichen. Hier geht es nicht nur um die Entlastung der an Krisen-Regionen angrenzender Länder im Rahmen der gelebten Solidarität, hier geht es auch um Menschenrechte und vor allem das Menschenrecht auf Migration ohne als Flüchtling oder Asylant*in gebrandmarkt zu werden!

Auf der anderen Seite hat mir das Festival wieder vor Augen geführt, wie vielfältig die Meinungen, Visionen und Prioritäten im linken Spektrum sind. Es ist schön, dass wir uns immer wieder zusammenfinden um darüber zu diskutieren, Gemeinsamkeiten auszuloten und so die Basis für Ziele zu finden, auf die wir vereint hinarbeiten können. Wir müssen aber darauf achten, dass bildlich gesprochen die Schlagkraft unserer roten Faust nicht verloren geht, weil sich die Finger uneins sind. Freund*innen des Ballsports kennen sicher den Schmerz, wenn der Ball mit voller Wucht auf zB. den ausgestreckten Mittelfinger, anstatt auf die geballte Faust trifft. Wir können viel von einander lernen, aber dafür müssen wir weiterhin Möglichkeiten haben wie das WYF um uns über alle Grenzen hinweg auszutauschen. Miteinander diskutieren, aber gemeinsam marschieren. Damit unsere Bewegung so eindrucksvoll bleibt, wie unser gemeinsame Demo durch Dortmund!

 
 

Unseriös Pompöös rockt die Halle

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Nach der Jubiläumsfeier stieg die Party in der Fredenbaumhalle. 1000ende junge Menschen stürmten in die Halle. Für die Band „Unseriös Pompöös“ war es der zweite Auftritt. Nie zuvor hatten sie vor so vielen Menschen gespielt. Die Jungs und das eine Mädel haben sich im Jahr 2012 im Falkenzeltlager in Berlin zusammen gefunden. Aus einer spontanen Laune heraus formierten sie sich als Band. Im Repertoire: Lieder der Arbeiter_*innenbewegung. Vor einigen Monaten stand dann fest, sie spielen auf dem Workers Youth Festival. Das Lampenfieber stieg beträchtlich an, als der Auftritt näher rückte. Würde die Halle sich füllen? Würde das Publikum mitgehen? Alle Sorgen und Gedanken erwiesen sich als völlig überflüssig. Als das erste Lied erklang ging das Publikum mit und der Refrain wurde laut mit geschmettert. Das Eis war gebrochen. Bei „Bella Ciao“ war die Stimmung schon einzigartig gut. Sebi an der Gitarre, Robin am Schlagzeug, Leo am Keyboard und Karsten und Nora mit ihren Stimmen erwiesen sich als exzellente Newcomerband aus Neuss.

 
 

Blogbeitrag zur dritten Workshop-Phase

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Eindrücke der Workshop-Phase Samstagvormittag – Links, vegan und kreativ

von Sabine Wurst und Oliver Schmolinski

Stefan Sander aus unserer Delegation hat heute einen Workshop angeboten, der sehr gut besucht war. Das Thema "links und vegan - eine Herzensangelegenheit " scheint tatsächlich eine Herzensangelegenheit zu sein: und das eben nicht bei wenigen. (Foto)

Ein bisschen weniger moralisch und eher praktisch ging es im Kreativzelt zu. Hier haben wir Fäuste gemalt. (Foto)Die werden wir auch gleich zeigen und unsere Forderungen nach einer demokratischeren und gerechteren Welt vom Festivalgelände hinaus in die Welt oder zumindest in die Dortmunder Innenstadt tragen.

 
 

Hoch die Internationale Solidarität – Die große Jubiläumsfeier auf dem Workers Youth Festival

WYF_Jubiläumsfeier (7).

Telnehmer*innen-Beitrag:

Der zweite Abend des Workers Youth Festivals stand im Zeichen von 150 Jahre SPD und ArbeiterInnenbewegung. Dieses einmalige Jubiläum haben wir mit einer Jubiläumsfeier im Festzelt gefeiert.

Mit einem motivierenden Jubiläumsfilm zu den Anfängen der Arbeiterjugendtage startete das Programm. Denn natürlich haben auch schon die Generationen vor uns für Solidarität und Freiheit diskutiert. Und auch unser Gastredner, Sigmar Gabriel war bereits als junger Mensch bei den Falken aktiv. Nach seinem größten Solidaritäts-Erlebnis befragt, erzählte er von jungen spanischen SozialistInnen in den 70er Jahren. Belohnt wurde diese persönliche Geschichte mit Sprechchören „Hoch die Internationale Solidarität“. In seiner Rede betonte Sigmar, dass wir den Marktradikalismus nur gemeinsam bekämpfen können und sozial nur ist, was Arbeit schafft, von der die Menschen auch leben können. Und unseren vielen internationalen Gästen rief er zu „Our power is solidarity! United we are strong!“

Ein Highlight war eindeutig die Geschichte der ArbeiterInnenbewegung, dargestellt als Video/Musik-Performance und multimedialer Geschichtsabend. Im ersten Teil als Blick aus der Vergangenheit und im zweiten als Rückblick aus der Zukunft wurden so sogar 200 Jahre Geschichte gezeigt.

In einer anschließenden Diskussionsrunde mit Viviana von IUSY und Christian als Gewerkschaftsvertreter wurde nochmal der gemeinsame Kampf von Parteien und Gewerkschaften betont, um Solidarität für unsere Zukunft zu schaffen.

Zum Abschluss sprachen Sascha Vogt und Sven Frye nochmal zu den TeilnehmerInnen und motivierten sie für den Kampf um ein besseres Leben für viele statt für wenige. Mit einem Abschlussvideo gingen die Gäste in den Abend und zu den Partys und Konzerten, die auf dem Festivalgelände jetzt die Nacht zum Tag machen!

 
 

Inhaltliche Arbeit und Entspannung – Tag zwei des Festivals aus TeilnehmerInnensicht

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Blogbeitrag von Oliver Schmolinski und Sabine Wurst zum zweiten Festivaltag

Freitag war der Tag, der durch inhaltliche Arbeit und HelferInnenarbeit auf dem Festival geprägt war. Damit das Festival rund läuft, müssen viele Aufgaben erledigt werden. Diese Arbeit garantiert den reibungslosen Ablauf. Die Festivalteilnehmer*innen leisten hierfür vereinzelte Einsätze an den Theken, an der Akkreditierung oder im Sicherheits- oder Reinigungsdienst. Gestern war unsere Delegation dran. Somit hat der Tag für einige von uns bereits sehr früh begonnen, was der Party bis zum nächsten Morgen jedoch nicht geschadet hat.
Einen ganz besonderen und spontanen Helfer*innen-Einsatz hatten wir bei den Falken. Diese verfügen über eine wunderbare Hüpfburg. Die Hüpfburg wurde extra für uns aufgeblasen und wir haben im Gegenzug einige Zeit die Aufsicht übernommen. Auf dem Foto seht ihr den Nordhessischen Bezirksvorsitzenden der Jusos, Oliver Schmolinski, wie er sich eine kleine Entspannung gönnt. Neben ihm sitzt Katja Wurst, die zum ersten Mal an einem Festival dieser Art teilnimmt. Sie genießt die Mischung aus politischen Workshops und Podiumsdiskussion und den vielfältigen Freizeitangeboten sichtlich.
Gerade beim Markt der Möglichkeiten haben wir uns einen Überblick über die Arbeit der unterschiedlichen Organisationen verschaffen können. Insbesondere die Gliederungen der Falken haben diese Möglichkeit der Darstellung gut genutzt. Hier sollten wir als Jusos zukünftig mehr aktiv werden und auch die vor Ort durchgeführten Kampagnen präsentieren. Der Markt der Möglichkeiten erleichtert einen den Austausch über die Umsetzung von Aktionen vor Ort und man knüpft schnell neue Kontakte.
Wir starten jetzt in den Aktionstag und melden uns später.

 
 

Feminismus und Frieden

Die Themen der zweiten Workshop-Phase beim Workers Youth Festival

In der zweiten Workshop-Phase von 14:30-17:00 Uhr am Freitagnachmittag gab es viele Workshops, Panels und Diskussionen zu den Themen „Globale Probleme und Frieden“ und „Gleichstellung und Feminismus“. Wieder wollen wir euch von einigen einen kurzen Eindruck geben:

Panel discussion: Developing peace – left wing foreign policy perspectives

                Blog-Notizen und Fotos von Stefan Brauneis, Zusammenfassung Wiebke Neumann

Gäste dieses Panels waren Daniel Cornalba (MJS, Frankreich), Bettina Schulze (Juso-BUVO) und Tim Schlösser (IUSY-Vice). Moderiert wurde die Diskussion von Jochen Steinhilber von der FES. Ursprünglich war Martin Schulz als Gast eingeladen, musste aber leider kurzfristig absagen. Das gab allerdings auch den internationalen AktivistInnen im Saal mehr Raum für Diskussionen zu den großen Linien unseres internationalen Engagements.

Die TeilnehmerInnen waren sich einig, dass wir alle in unserer internationalen Arbeit ein breites Verständnis von internationaler Politik haben, das sehr weit über klassische Außenpolitik hinausgeht. Wir fokussieren auf internationale Aspekte, die im Leben junger Menschen Einfluss haben. Am wichtigsten ist dabei die Orientierung an Gleichheit, das bringt auch das neue IUSY-Grundsatzprogramm zum Ausdruck.

Die TeilnehmerInnen waren sich auch einig, dass wir ein solidarisches Europa wollen, denn das ist auch eine wichtige Frage für internationale Politik: nur wenn wir Europa weiterentwickeln und stärken, wird es weiter den Frieden sichern können. Wenn wir nicht dafür kämpfen, kann das Projekt Europa auch scheitern. Zwei zentrale Fragen sind für uns eine gerechte globale ökologische Entwicklung und die Demokratisierung internationaler Institutionen.

Weitere Themen waren auch die stärkere Regulierung von Waffenexporten und eine echte Friedenspolitik, die alles dafür tut, internationale Konflikte ohne militärische Interventionen zu lösen. Laut den TeilnehmerInnen können schwere Verbrechen gegen die Menschlichkeit eine Intervention rechtfertigen. Solange wir keine Welt ohne Staaten und Grenzen erreichen können, bleibt die Souveränität von Staaten von zentraler Bedeutung, deshalb sollen Interventionen nur unter klaren und engen Kriterien und ausschließlich mit UN-Mandat in Betracht gezogen werden. Militärinterventionen sind immer ein deutliches Zeichen für das vorherige Versagen internationaler Politik.

Ein weiterer Schwerpunkt des Panels war das Thema Europa. Daniel vom IUSY machte deutlich, dass wir EU politisieren müssen. Die Alternativen zwischen Sozialisten, Liberalen und Konservativen auch auf europäischer Ebene müssen deutlich werden, das EU-Parlament muss gestärkt werden und die gemeinsame Außenpolitik der EU muss echte Partnerschaften eingehen. Tim betonte in diesem Zusammenhang, dass wir keinen Eurozentrismus wollen, sondern die Perspektiven junger Menschen in internationalen Organisationen und Bündnissen gemeinsam ein – und voranbringen und neue BündnispartnerInnen gewinnen wollen.

World Café: Und Brüderle war erst der Anfang…Wie bekämpfen wir Sexismus in unserer Gesellschaft?!

Bei diesem World Café tauschten sich die TeilnehmerInnen über ihre Erfahrungen mit Sexismus im Alltag aus. An einem Tisch ging es beispielsweise um Sexismus in der Schule. Rollenbilder wurden aufgedeckt und kritisiert und eine stärkere Sensibilisierung der LehrerInnen bei diesem Thema gefordert. Denn, wie eine Teilnehmerin feststellte: „Oft werden junge Frauen nicht ernst genommen“.

Workshop: Popfeminismus: Kann Popkultur kritisch und feministisch sein?

In diesem Workshop ging es um den Ansatz, Popkultur als politisches Feld zu sehen, dass Männlichkeit und Weiblichkeit herstellt oder eben durchkreuzt. Die TeilnehmerInnen definierten die Kriterien von Pop für sich. Zeitgeist, Unterhaltung und Bekanntheit waren hier wichtige Punkte. Im Anschluss wurden popfeministische Zeitungen und Videos gezeigt, vorgestellt und diskutiert.

Podiumsdiskussion: Feminismus in Zeiten der Krise

In dieser Podiumsdiskussion wurde mit Expertinnen wie Chantal Louis von der Emma Redaktion, Katharina Schwabedissen vom Institut für kritische Theorie und der feministischen Rapperin Sookee über Feminismus in Zeiten der Krise diskutiert. Es ging beispielsweise um Femen und ihren nackten Protest. Dieser wurde kontrovers diskutiert, denn es besteht die Gefahr, dass sich die Frauen zum Objekt machen lassen. Andererseits ist ihre radikale Protestform ein Weg, um der Gesellschaft den eigenen Sexismus um die Ohren zu hauen. Ein weiteres Thema war Prostitution. Diese vermittle ein gefährliches Geschlechterbild. Die zahlreichen ZuhörerInnen waren gebannt von der Diskussion.

Workshop: Willy Brandt Center Jerusalem – difficult times for promoting peace

In diesem englischsprachigen Workshop diskutierten PartnerInnen aus Israel und Palästina mit uns über die aktuelle Situation vor Ort. Besonders die Situation nach der israelischen Wahl spielte eine Rolle. Die TeilnehmerInnen waren sich einig, dass internationale Bewegungen und PartnerInnen wichtig sind und Solidarität notwendig. Jan Lichtwitz moderierte die Diskussion in dem Nahost-Zelt, das bis zum letzten Platz voll mit interessierten TeilnehmerInnen besetzt war.

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Deutsch,
 
 

The foreign policy of the left aims to transfer peace, understanding, dialogue and civil conflict regulation into concrete action. In the last 25 years global politics relived profound structural changes. We want to discuss guidelines for a new foreign policy.

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Dürre Models im Fernsehen. LehrerInnen, die behaupten: „Mädchen könnten eh kein Mathe“. WohnungsbesitzerInnen, die keine gleichgeschlechtlichen Paare wollen. Wie bekämpfen wir Sexismus in der Gesellschaft? Was sind gute Strategien hierfür?

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Im Mittelpunkt steht der Ansatz, Popkultur als ein politisches Feld zu sehen, das Männlichkeit und Weiblichkeit herstellt oder eben durchkreuzt. Anhand von popfeministischen Zeitschriften und Videos wollen wir uns anschauen, wie herrschaftskritisch diese Strategie ist und was Popfeminismus überhaupt ist.

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Deutsch,
 
 

In dieser Podiumsdiskussion wollen wir unter anderem mit Katharina Schwabedissen und Chantal Louis (Emma Redaktion) den gesamtgesellschaftlichen Rollback auch und gerade in der Frauenfrage diskutieren. Gemeinsam wollen wir überlegen, ob der Rollback in Sachen Emanzipation im Zusammenhang mit der ökonomischen Krise zu sehen ist.

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Young comrades from Israel, Palestine and Germany are partners in the Willy-Brandt-Center since 1996. Together with our partners we want to discuss the current perspective for dialogue and peace. What’s the situation after the Israeli elections, what does non-violent resistance mean and what’s the task for international partners?


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Workshop U18 Wahlen

Blogbeitrag von Lutz

Am zweiten Tag des Workers Youth Festivals stehen diverse Workshops im Mittelpunkt des Programms. So geht es am Morgen in verschiedensten Arbeitsgruppen um „Demokratie und Mitbestimmung“. Die Partizipation von Kindern und Jugendlichen an unserer Gesellschaft sowie die politische Bildung sind traditionelle Ziele unserer Arbeit. Sie sollen als aktiv handelnde Subjekte wahrgenommen werden und nicht als reine Objekte von Politik. Ziel ist  der selbstständig denkende Mensch.

Dies spiegelte sich natürlich auch in vielen Workshops wieder. Beispielhaft sei die Arbeitsgruppe von Natascha und Annika von den Gelsenkirchener Falken vorgestellt, die sich hier mit dem Projekt von U18-Wahlen auseinandersetzten. Die Idee hierbei ist am 13.09., also kurz vor den Bundestagswahlen, eine bundesweite Wahl von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren durchzuführen, also ein Meinungsbild einzuholen von einem noch nicht wahlberechtigten, aber durchaus interessierten und von politischen Entscheidungen betroffenen Teil unserer Bevölkerung. Hierzu wurden zum Beispiel Ideen und Forderungen zu Themen wie Straßenbau, Verkehr, Bildung, Ehrenamt und vielem mehr gesammelt, welche dann an die Parteien herangetragen werden um deren Positionen in Erfahrung zu bringen und möglichst auch zu beeinflussen, um so Politik aktiv zu gestalten. Außerdem wurde eine Demonstration am Samstag vorbereitet – eine weitere Möglichkeit auch für Kinder und Jugendliche politisch aktiv zu werden und eigene Forderungen an die Öffentlichkeit zu tragen. So sollen Parteien und Politik dafür sensibilisiert werden, dass auch Kinder und Jugendliche Rechte, Forderungen, Interessen und Meinungen haben und sich Gehör verschaffen wollen. Kinder und Jugendliche sind die Wähler und Wählerinnen von morgen, Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft.

Events

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Oft wird gefragt, welche Partei was fordert. Viel wichtiger ist uns die Frage, was junge Menschen fordern, die nicht zur Bundestagswahl gehen dürfen? Kommt in unseren Workshop, wenn ihr tolle Ideen und praktische Forderungen an die Bundespolitik habt. Nach einem kleinen Input werden wir unsere Forderungen auf Postkarten bringen.


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Die erste Workshop-Phase

Von Transparenz bis Kapitalismus – Die erste Workshop-Phase des Workers Youth Festivals

In der ersten Workshop-Phase von 10:00-12:30 Uhr am Freitagmorgen standen alle Workshops unter den Themen „Demokratie und Mitbestimmung“ und „Arbeit und Soziales“. Bei einigen Workshops haben wir vorbeigeschaut und wollen euch hier unsere Eindrücke wiedergeben:

Workshop: Transparenz in politischen Kulturen – ist mehr gleich besser?

Transparenz gilt als Allheilmittel gegen Politikverdrossenheit, aber wohin führt vollkommene Transparenz? Dieser Workshop hat sich mit diesen Fragen befasst. Die TeilnehmerInnen haben verschiedene Maßnahmen auf einer Skala von „sehr transparent“ bis „gar nicht transparent“ eingeordnet und dabei darüber diskutiert. Die Bandbreite reichte von der Herkunft von Fleisch über die Nebeneinkünfte von Abgeordneten bis hin zur Transparenz von Einkommen und Steuern der Nachbarn. Beim Thema Lebensmittelherkunft und Kennzeichnung sagte eine Teilnehmerin: „Transparenz ist, wenn der Verbraucher es auch versteht.“

Workshop: Europas Krise und unsere Antwort

Auswirkungen der Krise - wie Europaverdrossenheit und Sparpolitik - und Fragen zur Krise wurden in diesem Workshop diskutiert. Fragen waren zum Beispiel: Wie genau wirkt die Troika? Wie zahlen Banken eigentlich Schulden zurück? Sind Bankenrettungen alternativlos? Die TeilnehmerInnen diskutierten kontrovers und sehr engagiert, denn es geht ihnen um die Zukunft Europas.

Workshop: 90 Minuten gegen Rechts: das Versteckspiel – Lifestyle, Symbole und Codes der extremen Rechten und rechte Musik als Köder

Brechend voll war das Workshopzelt zu diesem Thema. Besonders viele junge GenossInnen interessierten sich dafür, wie sie versteckte Symbole der Rechten erkennen können. Vor allem Symbole und Marken, bei denen sich die oberflächlichen BeobachterInnen nichts denken, die aber rechten Abkürzungen o.ä. entsprechen, kamen zur Sprache.

Workshop: Building a European trade union movement

Dieser englischsprachige Workshop von YES im Karl-Marx-Zelt beschäftigte sich mit der Möglichkeit einer starken Europäischen Gewerkschaft. Denn die TeilnehmerInnen waren sich einig: Wenn die Gewerkschaften schwach sind, wird auch der Rest der Gesellschaft geschwächt. Nur organisierte ArbeitnehmerInnen können streiken und haben damit eine starke Waffe. Wir brauchen starke Gewerkschaften für eine starke soziale Demokratie!

Workshop: Wieso, weshalb, warum wir den Kapitalismus abschaffen sollten?

Die TeilnehmerInnen dieses Workshops diskutierten draußen in der Sonne über den Kapitalismus. Viele Fragen und Themen wurden in diesem Zusammenhang gemeinsam erarbeitet und besprochen: Diskriminierung, Bildung/Schule, Einfluss auf Freundschaften und Familie – wenn beispielsweise eine/r nicht das nötige Kleingeld für Freizeitaktivitäten hat. Deutlich wurde, dass der Kapitalismus fast alle Lebensbereiche beeinflusst.

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Das Versprechen von mehr Transparenz in der Politik hat Hochkonjunktur. Sie gilt als Allheilmittel gegen Politikverdrossenheit. Die völlige Transparenz in parlamentarischen, aber auch innerparteilichen Prozessen ist ein Versprechen, das die politische Kultur verändert. Wohin führen diese Veränderungen?

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Ist die Krise in Europa schon vorbei oder kommt das dicke Ende noch? Die Regierungen überbieten sich mit ihren Spar- und Liberalisierungsmaßnahmen. Dabei sind die Probleme in den einzelnen Ländern sehr vielfältig und haben unterschiedliche Ursachen. Wir wollen über die Zukunft Europas diskutieren.

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Hakenkreuz und Hitlergruß kennen alle. Das Verwenden dieser Symbole ist verboten. Daher entstehen neue Codes und Symbole, die die Zugehörigkeit zur rechten Szene zeigen sollen. Im Workshop können die Teilnehmenden sich sowohl mit der Musik, als auch mit den neu entstehenden Symboliken aus der rechten Szene auseinandersetzen.

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Socialism and trade unions have always been linked, as have socialism and internationalism. But in the minds of many, the trade union movement remain a protector of national workers‘ rights. Is this a true picture and how can we help develop true international labour movement? These are the questions the speakers will tackle.

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Wir wollen im Workshop, ausgehend von dem Mist, den wir täglich in unserer Gesellschaft erleben, der Frage nachgehen, was dieser eigentlich mit dem Kapitalismus zu tun hat. In zwei Teilen soll der Workshop eine Einführung in die Kapitalismuskritik geben und bereits vorhandenes Wissen vertiefen.

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DIE GRUPPE MACHTS!

Blogbeitrag von Marc V.

Sieben Uhr, der Wecker klingelt früh am Morgen des 9. Mai 2013. Kurze Zeit später macht sich eine  Gruppe von Jugendlichen mit der Bahn auf den Weg  zum Workers Youth Festival in Dortmund. Eine der Festival-Teilnehmerin ist Sophie, 15 Jahre: „Ich fahre zum ersten Mal auf ein richtigen Festival und freue mich total!“.

Was Sie in Dortmund erwartet weiß Sie dank Gruppenstunden in der örtlichen Falkengruppe in der Sie seit 4 Jahren aktiv ist, ganz genau: „Morgens und mittags gibt’s coole Workshops, abends steigt dann die dicke Party!“.

„Den Workshop zur Schulpolitik werde ich zuerst besuchen, da ist die Betroffenheit einfach am größten, morgen will ich dann zum Workshop zum Thema Religion gehen, meiner Meinung nach hat die Kirche einen zu großen Einfluss, mal schauen ob die anderen das genauso sehen.“

Am meisten gefällt Sophie, wieder mit Ihrer Gruppe unterwegs zu sein: „Es ist einfach schön immer den Rückhalt der Gruppe zu haben und dort auch die Erfahrungen auf dem Festival auszutauschen – wir haben uns schließlich extra auf verschiedene Workshops aufgeteilt damit wir möglichst Wissen mit nachhause nehmen“.

Für Sophie ist bereits jetzt klar, die gemachten Erfahrungen werden nächste Woche für viel Gesprächsstoff in der Gruppenstunde sorgen, wenn es wieder heißt: „Die Gruppe macht‘s“.

 
 

Workers Youth Festival mit gutem Wetter, guter Laune und abwechslungsreicher Feier eröffnet

Blogbeitrag von Wiebke Neumann:

Mit über 3.000 Jugendlichen aus aller Welt und Sonne fast den ganzen Tag: So ist gestern unser Workers Youth gestartet! Nach und nach reisten alle Delegationen aus den Landesverbänden und Bezirken, von den vielen internationalen Partnerorganisationen und diverse Gäste an und machten sich mit dem Festival-Gelände vertraut. Es gibt viel zu entdecken. In den Themenzelten war am Nachmittag und Abend bereits Programm und auch für die Freizeitaktivitäten ist jederzeit gesorgt.

Der offizielle Start des Workers Youth Festivals war dann die Eröffnungsfeier im Festzelt. Sascha Vogt und Sven Frye machten in der – ganz in Englisch gehaltenen – Veranstaltung deutlich, dass wir alle die gleichen Werte teilen und für eine gerechte und friedliche Welt kämpfen, in der alle Menschen gleich sind und Solidarität nicht nur ein Wort ist. Sascha betonte gerade im 150sten Jahr der Sozialdemokratie in Deutschland, wie viele  Ziele wir schon erreichen konnten – auch wenn es noch viel zu tun gibt!

Nach der Vorstellung des Awareness-Teams konnten die TeilnehmerInnen die Generalsekretärin der SPD, Andrea Nahles, begrüßen. Als kleine Überraschung für Andrea wurden Fotos gezeigt vom IUSY-Festival 1996 in Bonn, bei dem Andrea damals als Juso-Vorsitzende dabei war. Von diesem Trip in die Vergangenheit schlug sie dann den Bogen zu den aktuellen Herausforderungen. Sie stellte klar, dass wir zu einer internationalen Bewegung gehören und auf der ganzen Welt Nationalismus und Rassismus bekämpft werden müssen!

Ein Highlight der Eröffnungsveranstaltung war das Organisation’s Quiz, bei dem Sascha für die Jusos, Sven für die Falken und Kaisa Penny für YES für ihre Verbände Fragen beantworten mussten. Hier konnten wir erfahren, dass für Kaisa alle Aktiven in den Verbänden ihre Helden sind und dass, wenn die Jusos einen Soundtrack hätten, die Internationale ganz weit oben stehen würde. Aber – denn wir sind in Dortmund – auch das Steigerlied. Mit solch einem musikalischen Ausklang gingen die TeilnehmerInnen dann in den Abend und die Nacht mit viel Musik und Party.

 
 

Es wird gebloggt!

Wir sind im Festivalmodus: Die Medienwerkstatt läuft und sammelt von den Aktiven auf dem Platz kleine Blogartikel ein. Wenn ihr noch Fotos und kleine Artikel habt, dann bring diese doch uns in der Medienwerkstatt vorbei.

Außerdem haben wir einen neuen Menupunkt: Gleich im Programm hier findet ihr die gerade laufenden oder bald beginnenden Events.

Der Tickerbutton leitet euch auf die aktuellen Twittermeldungen.

 
 

Nicht irgendein, sondern das politische Festival 2013!

Blogbeitrag von Oliver Schmolinski und Sabine Wurst zum Donnerstag:

Nachdem wir gestern nach einer relativ entspannten und kurzweiligen Anreise angekommen sind, haben wir uns auch direkt unter die Genossinnen und Genossen gemischt. Bekannte Gesichter wiedergeschenkt, neue Leute kennengelernt. Beim spontanen Fußball konnte man alle sprachlichen Barrieren überwinden. Sportlich war es allemal. Spätestens als es auf Grund der feuchten Wiesen erste akrobatische Darbietungen zu sehen gab, hatten alle um uns herum großen Spaß. Insgesamt ist die Stimmung innerhalb der Delegation sehr entspannt. Fast ein bisschen wie Urlaub. Selbst das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite und lädt zum Verweilen auf einer der zahlreichen Wiesen ein. Nach der großen Eröffnung begann der gemütliche Teil des Abends im Biergarten. Auf dem gesamten Gelände saßen Gruppen und genossen die gute Stimmung und das milde Wetter. Im Club wurde anschließend bis tief in die Nacht gefeiert. Neben den schönen Erlebnissen, gab es gestern Nacht auch eine schlechte Nachricht. Aus einem Zelt wurden zwei Rucksäcke geklaut. Glücklicherweise waren (außer einer teuren Brille) keine Wertgegenstände in den Rucksäcken. Diese wurden außerhalb des Geländes wiedergefunden. Diese Situation ist sehr ärgerlich. Wir haben Anzeige erstattet. Wir stürzen uns nun in die politischen Workshops. Wollen ja unserer Generalsekretärin nicht in den Rücken fallen – ist ja schließlich nicht irgendein, sondern das politische Festival 2013.